Microsoft erhöht die Preise für Power BI, Teams Phone und mehr – teils um bis zu 40 %. Was bedeutet das für Unternehmen, und wie lassen sich die Kosten auffangen?
Diese Änderungen, die Unternehmen weltweit betreffen, werfen Fragen zur Preisgestaltung und den zugrunde liegenden Wertversprechen auf. Doch wie können Unternehmen mit diesen Kostensteigerungen umgehen? Ein potenzieller Ansatz könnte die effiziente Nutzung von Inventarverwaltungssystemen sein.
Die neuen Preise für Microsoft-Produkte und -Dienste treten mit erheblichen Anstiegen in Kraft:
Preiserhöhungen sollten je nach Umfang und Steigerungsquote immer kritisch hinterfragt werden. Der Umgang mit steigenden Kosten gehört zum alltäglichen Geschäft der Anbieter und Abnehmer von Leistungen und muss "by Design" schon kontinuierlich bewertet werden.
Die Preissteigerungen erfolgen in einer Zeit, in der viele Unternehmen bereits mit steigenden Betriebskosten und wirtschaftlicher Unsicherheit zu kämpfen haben.
Während Microsoft die Änderungen möglicherweise mit gestiegenem Mehrwert und kontinuierlicher Produktverbesserung rechtfertigt, wirken die prozentualen Erhöhungen in Kombination mit dem neuen monatlichen Abrechnungsmodell wie eine zusätzliche Belastung für Kunden.
Power BI ist ein essenzielles Tool für datengetriebene Entscheidungen. Ein Preisanstieg von 40 % für die Pro-Lizenzen trifft besonders kleinere Unternehmen hart, die mit knappen Budgets arbeiten.
Teams Phone gewinnt durch hybride Arbeitsmodelle an Bedeutung. Die Preisanpassung um bis zu 25 % wirkt hier für Unternehmen, die auf diese Dienste angewiesen sind, wie ein Zwangszuschlag.
Monatliche Abrechnung mag für flexible Zahlungen attraktiv erscheinen, doch die zusätzlichen 5 % belasten Unternehmen, die ohnehin auf Kosteneffizienz setzen.
Quelle: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Lichtblick-Rezession-Digitalbranche-waechst
Microsofts Rolle als Gatekeeper beruht auf seiner marktbeherrschenden Stellung bei Geschäftsanwendungen und Cloud-Diensten.
Viele Unternehmen haben ihre Arbeitsprozesse tief in das Microsoft-Ökosystem integriert – von Office 365 bis zu Power BI und Teams. Diese Abhängigkeit macht es schwierig, Alternativen zu finden oder kurzfristig zu wechseln, was Microsoft eine starke Verhandlungsposition verschafft.
Durch die Preiserhöhungen nutzt Microsoft diese Marktmacht gezielt, da Kunden oft gezwungen sind, die höheren Kosten zu tragen, um ihre Geschäftsabläufe nicht zu gefährden. Gleichzeitig erhöht Microsoft so den Druck auf Unternehmen, noch stärker in das eigene Ökosystem zu investieren, etwa durch die Einführung von Zusatzdiensten wie Microsoft 365 Copilot.
Die Besonderheit: Microsoft kontrolliert nicht nur die Software, sondern auch die Infrastruktur über Azure. Dadurch agiert das Unternehmen nicht nur als Anbieter, sondern auch als strategischer Taktgeber im digitalen Geschäftsbetrieb.
Angesichts der gestiegenen Kosten ist es entscheidend, bestehende Ressourcen besser zu nutzen. Hier kann eine optimierte Inventarverwaltung wertvolle Dienste leisten. Doch wie genau hilft das?
Unternehmen sollten detailliert nachverfolgen, welche Lizenzen tatsächlich aktiv genutzt werden.
Eine Inventarverwaltung ermöglicht die Identifikation von ungenutzten oder ineffizient genutzten Lizenzen. Beispielsweise könnten Power BI-Lizenzen von inaktiven Nutzern deprovisioniert und somit Einsparungen realisiert werden.
Mit einer systematischen Übersicht können redundante Tools identifiziert und entfernt werden.
Wenn mehrere Teams ähnliche Produkte wie Power BI oder Teams Phone verwenden, lässt sich durch Bündelung der Dienste Kosten sparen.
Durch ein Inventarverwaltungssystem können die zukünftigen Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen besser simuliert und ins Budget eingepreist werden.
Die zusätzliche Flexibilität durch monatliche Zahlungsoptionen birgt auch Risiken für unkontrollierte Kosten.
Eine zentrale Verwaltung sorgt dafür, dass ungewollte Preisaufschläge frühzeitig erkannt werden.
Über die Zuordnung der Lizenzen aus dem Microsoft 365 Tenant können Daten jederzeit und zeitnah aktualisiert und verwaltet werden.
Mit einem automatischen Microsoft 365 Lizenz-Synchronisationsprozess fallen viele Themen erst auf:
Die primäre Frage ist und bleibt, wo Kosten entstehen und diese dauerhaft transparent überwacht und bewertet werden können. Dies ist bei Online-Lizenzen, wie Microsoft 365 von besonderer Bedeutung, da diese dauerhaft kostenintensiv sind und zugleich auch eine Auswirkung auf das IT-Management haben.
Microsofts Preisanpassungen sind eine Herausforderung, insbesondere für Unternehmen, die stark auf deren Ökosystem angewiesen sind.
Während Microsoft möglicherweise argumentiert, dass die Preissteigerungen durch Mehrwert gerechtfertigt sind, bleibt unklar, ob alle Kunden diese Veränderungen als fair empfinden.
Eine Investition in ein intelligentes Inventarverwaltungssystem kann helfen, diese Belastungen abzufedern.
Sie ermöglicht nicht nur die Optimierung der Lizenznutzung, sondern auch eine bessere Kontrolle über Kosten und zukünftige Investitionen. Unternehmen sind daher gut beraten, den Fokus verstärkt auf die Verwaltung und Nutzung ihrer Softwareinventare zu legen, um die finanziellen Auswirkungen der Preissteigerungen zu minimieren.
CTO
Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.
Kombiniert Hardware, Lizenzen, Verträge, Bestellungen und vieles mehr in einem System.
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