Microsoft Preiserhöhungen: Ein kritischer Blick auf die Auswirkungen und Lösungsansätze
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Microsoft Preiserhöhungen: Ein kritischer Blick auf die Auswirkungen und Lösungsansätze

Microsoft erhöht die Preise für Power BI, Teams Phone und mehr – teils um bis zu 40 %. Was bedeutet das für Unternehmen, und wie lassen sich die Kosten auffangen?

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Veröffentlicht am 11.03.2025

Microsoft hat kürzlich erhebliche Preissteigerungen für diverse Produkte und Dienste angekündigt, die zum 1.4. 2025 greifen werden.

Diese Änderungen, die Unternehmen weltweit betreffen, werfen Fragen zur Preisgestaltung und den zugrunde liegenden Wertversprechen auf. Doch wie können Unternehmen mit diesen Kostensteigerungen umgehen? Ein potenzieller Ansatz könnte die effiziente Nutzung von Inventarverwaltungssystemen sein.

💡 Preisänderungen im Überblick

Die neuen Preise für Microsoft-Produkte und -Dienste treten mit erheblichen Anstiegen in Kraft:

Power BI

  • Pro-Lizenzen: Preisanstieg von 10 auf 14 US-Dollar (+40 %).
  • Premium-per-User (PPU): Zunahme von 20 auf 24 US-Dollar (+20 %).

Teams Phone

  • Standardabo: Anstieg von 8 auf 10 US-Dollar (+25 %).
  • Calling Plan Bundle: Neuer Preis bei 22 US-Dollar pro Nutzer.

Zahlungsmöglichkeit: Monatliche Abrechnung

  • Einführung einer monatlichen Abrechnungsoption mit einem Aufpreis von 5 % für Produkte wie Microsoft 365, Office 365, Windows 365 und Dynamics 365.
  • Auch die neuen Microsoft 365 Copilot-Produkte sowie Varianten für Sales und Service sind betroffen.

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🚩 Kritische Bewertung der Preisanpassungen

Die Preissteigerungen erfolgen in einer Zeit, in der viele Unternehmen bereits mit steigenden Betriebskosten und wirtschaftlicher Unsicherheit zu kämpfen haben.

Während Microsoft die Änderungen möglicherweise mit gestiegenem Mehrwert und kontinuierlicher Produktverbesserung rechtfertigt, wirken die prozentualen Erhöhungen in Kombination mit dem neuen monatlichen Abrechnungsmodell wie eine zusätzliche Belastung für Kunden.

Power BI

Power BI ist ein essenzielles Tool für datengetriebene Entscheidungen. Ein Preisanstieg von 40 % für die Pro-Lizenzen trifft besonders kleinere Unternehmen hart, die mit knappen Budgets arbeiten.

Teams Phone

Teams Phone gewinnt durch hybride Arbeitsmodelle an Bedeutung. Die Preisanpassung um bis zu 25 % wirkt hier für Unternehmen, die auf diese Dienste angewiesen sind, wie ein Zwangszuschlag.

Zahlungsmöglichkeit: Monatliche Abrechnung

Monatliche Abrechnung mag für flexible Zahlungen attraktiv erscheinen, doch die zusätzlichen 5 % belasten Unternehmen, die ohnehin auf Kosteneffizienz setzen.

Quelle: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Lichtblick-Rezession-Digitalbranche-waechst

👻 Was ist die Besonderheit von Preiserhöhungen durch Microsofts Rolle als Gatekeeper?

Microsofts Rolle als Gatekeeper beruht auf seiner marktbeherrschenden Stellung bei Geschäftsanwendungen und Cloud-Diensten.

Viele Unternehmen haben ihre Arbeitsprozesse tief in das Microsoft-Ökosystem integriert – von Office 365 bis zu Power BI und Teams. Diese Abhängigkeit macht es schwierig, Alternativen zu finden oder kurzfristig zu wechseln, was Microsoft eine starke Verhandlungsposition verschafft.

Durch die Preiserhöhungen nutzt Microsoft diese Marktmacht gezielt, da Kunden oft gezwungen sind, die höheren Kosten zu tragen, um ihre Geschäftsabläufe nicht zu gefährden. Gleichzeitig erhöht Microsoft so den Druck auf Unternehmen, noch stärker in das eigene Ökosystem zu investieren, etwa durch die Einführung von Zusatzdiensten wie Microsoft 365 Copilot.

Die Besonderheit: Microsoft kontrolliert nicht nur die Software, sondern auch die Infrastruktur über Azure. Dadurch agiert das Unternehmen nicht nur als Anbieter, sondern auch als strategischer Taktgeber im digitalen Geschäftsbetrieb.

✅ Inventarverwaltung als Lösungsansatz

Angesichts der gestiegenen Kosten ist es entscheidend, bestehende Ressourcen besser zu nutzen. Hier kann eine optimierte Inventarverwaltung wertvolle Dienste leisten. Doch wie genau hilft das?

1️⃣ Lizenzübersicht und -optimierung

Unternehmen sollten detailliert nachverfolgen, welche Lizenzen tatsächlich aktiv genutzt werden.

Eine Inventarverwaltung ermöglicht die Identifikation von ungenutzten oder ineffizient genutzten Lizenzen. Beispielsweise könnten Power BI-Lizenzen von inaktiven Nutzern deprovisioniert und somit Einsparungen realisiert werden.

2️⃣ Konsolidierung von Diensten

Mit einer systematischen Übersicht können redundante Tools identifiziert und entfernt werden.

Wenn mehrere Teams ähnliche Produkte wie Power BI oder Teams Phone verwenden, lässt sich durch Bündelung der Dienste Kosten sparen.

3️⃣ Kostenplanung und Prognose

Durch ein Inventarverwaltungssystem können die zukünftigen Kostensteigerungen durch Preiserhöhungen besser simuliert und ins Budget eingepreist werden.

4️⃣ Kontrolle bei monatlichen Abrechnungen

Die zusätzliche Flexibilität durch monatliche Zahlungsoptionen birgt auch Risiken für unkontrollierte Kosten.

Eine zentrale Verwaltung sorgt dafür, dass ungewollte Preisaufschläge frühzeitig erkannt werden.

👍 Automatischer Microsoft 365 Lizenz-Synchronisation für mehr Transparenz und Übersicht

Über die Zuordnung der Lizenzen aus dem Microsoft 365 Tenant können Daten jederzeit und zeitnah aktualisiert und verwaltet werden.

Hierdurch kann innerhalb von Inventory360 der Datenbestand an Benutzerlizenzen automatisch verwaltet, optimiert und entsprechend das Budget besser eingesetzt werden.

Mit einem automatischen Microsoft 365 Lizenz-Synchronisationsprozess fallen viele Themen erst auf:

  • Lizenz-Zuordnungen an in Microsoft 365 deaktivierte Benutzer
  • Lizenz-Zuordnungen an falsche Benutzergruppen oder einzelne Benutzer
  • (Hohe) Ungenutzte Lizenz-Anzahl, z. B. bei Microsoft E3 oder Power BI Pro
  • Ungewöhnliche Verteilungsquote von Lizenzen aus einem Tenant auf verschiedene Unternehmen in einer Konzern-Gruppe

📃 Fazit - Microsofts Preiserhöhungen sind eine erneute Herausforderung

Microsofts Preisanpassungen sind eine Herausforderung, insbesondere für Unternehmen, die stark auf deren Ökosystem angewiesen sind.

Während Microsoft möglicherweise argumentiert, dass die Preissteigerungen durch Mehrwert gerechtfertigt sind, bleibt unklar, ob alle Kunden diese Veränderungen als fair empfinden.

Frank Kister - CFO EntekSystems

Eine Investition in ein intelligentes Inventarverwaltungssystem kann helfen, diese Belastungen abzufedern.

Sie ermöglicht nicht nur die Optimierung der Lizenznutzung, sondern auch eine bessere Kontrolle über Kosten und zukünftige Investitionen. Unternehmen sind daher gut beraten, den Fokus verstärkt auf die Verwaltung und Nutzung ihrer Softwareinventare zu legen, um die finanziellen Auswirkungen der Preissteigerungen zu minimieren.

Alexander van der Steeg
Alexander van der Steeg Autor

CTO

Herr van der Steeg ist bei der EntekSystems als Chief Technology Officer für alle Belange der Produktentwicklung und technischen Konzeption verantwortlich.

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